Offiziersgesellschaft Zürcher Oberland

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Seite des Präsidenten

Geschätzte Mitglieder der Offiziersgesellschaft Zürcher Oberland
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde und Bekannte

Während ich an der hier vorliegenden Ausgabe der OG NEWs arbeite, neigt sich das Jahr 2010 langsam seinem Ende entgegen. Bald ist ein weiteres Jahr vergangen, in welchem viel über die Armee, ihre Ausrüstung, ihre Ausrichtung und ihre Weiterentwicklung geschrieben und diskutiert worden ist. Und leider – wie bereits in den vergangenen Jahren – haben vor allem negative Schlagzeilen in den Medien im Zusammenhang mit der Armeelogistik und dem Armeebericht das Bild der Armee nach aussen geprägt.
Dabei wird in den Medien allzu oft einfach verschwiegen, dass die Armee alle Aufträge, welche sie vom Parlament oder den zivilen Behörden erhält, nach wie vor ohne wenn und aber erfüllt. Trotz zum Teil gravierendem Materialmangel hat die Armee auch im Jahre 2010 alle von ihr geforderten Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit ihrer Leistungsbezüger erbracht. Der Frankophonie-Gipfel, der von Mitte bis Ende Oktober in Montreux stattfand, hätte ohne die Unterstützung von bis zu 4’400 Armeeangehörigen nicht in der Schweiz durchgeführt werden können. Gerade im Bereich der Sicherungs- und Unterstützungseinsätze zeigt sich deutlich, dass die Armee die einzige Sicherheitsreserve unseres Landes ist. Kein politischer, sportlicher oder kultureller Grossanlass von internationaler Bedeutung könnte heute ohne den Einsatz der Armee auf Schweizer Boden durchgeführt werden.
Die Tatsache, dass Milizsoldaten das Wissen und Können für ihre militärische Kernkompetenz meistens im Zivilen erlernen, anwenden und weiterentwickeln, ist dabei meines Erachtens der entscheidende Erfolgsfaktor. Vor allem bei subsidiären Einsätzen können Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere auf jene Fähigkeiten zurückgreifen, die sie aus ihrem zivilen Berufsalltag kennen. Vermutlich könnte eine reine Berufsarmee ihre Aufträge längst nicht mehr erfüllen, hätte sie mit den gleichen finanziellen und logistischen Schwierigkei¬ten wie die Schweizer Armee zu kämpfen. Unsere auf dem Milizsystem basierende Armee hat aber den unbezahlbaren Vorteil, dass sie schwierige Zeiten überstehen und durchhalten kann, solange sie von den Bürgern und Bürgerinnen getragen wird. Daher haben wir Offiziere der Armee weiterhin „treu die Stange zu halten“, im Wissen, dass die Krise (nur) so überstanden werden kann. Das ist unsere Pflicht als Offizier!

Geschätzte Kameraden, sehr geehrte Damen und Herren
Im Namen des gesamten Vorstandes wünsche ich Ihnen einen guten Start ins neue Jahr! Es würde mich sehr freuen, wenn ich Sie im neuen Jahr an einem unserer Anlässe persönlich begrüssen könnte.

Mit kameradschaftlichen Grüssen
Hptm Monika Ruh, Präsidentin OGZO